Die Arbeit mit Konzepten

Ein Konzept wird entweder

  1. als Ansicht über die Realität wie sie ist gesehen (eine Schlussfolgerung über die Realität)
  2. oder auch als eine willkürlich angenommene Handlungsrichtlinie, die einfach nur gut funktionieren muss.

Stellen wir zunächst einmal fest, dass ersteres im Allgemeinen eine Illusion darstellt und auch in diesen Fällen eine willkürlich angenommene Handlungsrichtlinie vorliegt. Dann müssen wir uns im Folgenden nicht mehr mit beiden Fällen herumschlagen.

Konzepte sind wie Modelle (beides ist sowieso nicht einhundertprozentig zu trennen) nicht die Realität selbst und stimmen niemals exakt mit ihr überein. Aber sie können für ein begrenztes Gebiet funktionieren und nützlich sein.

Für Softwareentwicklung ist entscheidend, wie man damit umgeht:

Diese Fragen sind natürlich rhetorischer Natur: Das überzogene Festhalten an Konzepten schafft einen Haufen Probleme. Aber es übt einen gewissen Reiz aus, in "sauberen Systemen und Lösungen" zu denken, in denen bestimmte Konzepte rigoros durchgezogen wurden.

Dieser Reiz entstammt – man ahnt es schon – dem sich isoliert wähnenden rational-bewussten ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: Fehlerzweige und Fehlerhandling
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