Individualität durch und durch

Was würde herauskommen, wenn man für Softwareentwicklung und Softwarearchitektur ein bisschen bei der Natur selbst abschaut?

Im ganzen Universum gibt es keine zwei Wesen, die wirklich identisch sind. Die Unterschiede ziehen sich dabei auch durch alle ihre Komponenten hindurch.

Wenn man Komponenten versucht wiederzuverwenden, macht man immer wieder die Erfahrung, dass es eigentlich nie so richtig passt. Da man aber gelernt hat, dass nicht so viele Varianten von Softwareprogrammen oder Komponenten entstehen dürfen, nimmt man lieber ein bisschen Umständlichkeit in Kauf, um die Komponente doch unverändert ins neue Programm einzupressen. Sie nimmt sich aber dort dann wie ein Fremdkörper aus: Das neue Programm muss in der Umgebung der starren unveränderlichen Komponente nämlich mit Kompromissen angepasst werden.

Aber warum sollen wir nicht dürfen, was die Natur sich in aller Großzügigkeit herausnimmt, nämlich beliebig viele Varianten erzeugen? Was meint, die Komponente die wiederverwendet wird, einfach perfekt ans neue System anzupassen?

OK, die Antwort lautet natürlich: Wir dürfen doch! Und zwar mit folgender Begründung:
Jede Entwicklung und zwar wirklich jede wird durch einen individuellen Zweck (emotionales Bedürfnis, ein bestimmtes Ziel zu erreichen) mit Energie versorgt. Würde sie es nicht, wäre sie ganz einfach überflüssig. Und diese Energie hat die Eigenschaft dafür zu sorgen, dass alle notwendigen Lösungen zur Verfügung stehen.

Das scheinbare ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
nächstes Kapitel: Entkopplung (Die Architektur des lebendigen Universums)
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