Ist quick wirklich dirty?

"Ich hab das mal eben quick and dirty eingehackt. Wir machen das aber später noch ordentlich." kann man als Projektleiter gelegentlich hören. Blick und schuldbewusster Tonfall des Mitarbeiters machen aber deutlich, dass er sich der Ungehörigkeit seines Verhaltens bewusst ist oder zumindest weiß, dass er so tun muss.

Natürlich werden diese Quick Hacks nur selten tatsächlich korrigiert. Wenn etwas in Systemen Bestand hat, dann gerade die Quick Hacks und das hat einen guten Grund: Ihre Qualität ist nicht so schlecht wie ihr Ruf. Denn im Allgemeinen bedeutet quick and dirty, dass das schöpferische Unterbewusst¬sein in die Tasten gehauen hat.

Es gibt eine Sichtweise auf Softwareentwicklung, die ungefähr folgendes besagt:

Deshalb müssen wir uns permanent anstrengen und disziplinieren, sauber zu programmieren.

In der Folge legen sich Kontrolle und Korrekturzwang über das, was einfach so spontan aus uns herausfließen würde, wenn wir vor uns hinprogrammieren, wie uns der Schnabel gerade gewachsen ist.

Hat man das mal ein paar Jahre so gemacht, dann merkt man gar nicht mehr, wieviel Energie hier blockiert ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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